Abfahrt war in Maasbracht um 5.00 Uhr bei herrlichstem Licht, Ankunft 18.30 Uhr in Lüttich. Danach begann die schöpferische Arbeit.
Jenseits der niederländischen Grenze sah die Umgebung der Schifffahrtstraße nicht mehr so modern und gepflegt aus, eher im Verfall begriffen, hatte schon einmal bessere Zeiten gesehen. Einige kleinere Frachtschiffe hingen halb oder ganz versunken an Uferbefestigungen. Das allein begründete aber nicht mein seltsames Gefühl. Beim Abstieg über den Niedergang in den Salon hörte ich dann unter den Bodenbrettern ein Plätschern. Die Bilge war randvoll geflutet.
Schlafen und Essen werden ja manchmal überbewertet. Es ging für Hans Gerst, meinem wunderbaren Copiloten, und mich auch mit einem Minimum. Schließlich wollten wir ja nicht mit einem U-Boot weiter fahren. Hilfe kam am nächsten Morgen von vielen Seiten. So konnte ich dies auch des weiteren bei meiner Schifffahrt erfahren. Um Kapitän Bodo Niemeyer zu zitieren: „Du brauchst Hilfe, dann bekommst Du Hilfe“.
Nach Problemeingrenzung dachten wir an ein kleines Leck im Rumpf, das ich bei Gelegenheit von außen abdichten könnte. Mit dem Einbau einer automatischen Bilgenpumpe war ich wieder einigermaßen guter Dinge, dass ich die GINI noch heil bis zum Ziel bringe kann.